Der Klimawandel ist in der aktuellen Zeit das Thema Nummer 1, ausgenommen der Corona-Krise. Seit die 17-jährige Schwedin Greta Thunberg im Sommer 2018 damit begann, für eine wissenschaftsorientierte Klimapolitik zu streiken und nach gewisser Zeit die Bewegung Fridays for Future entstand, setzen sich im großen Maße Menschen für eine bessere Klimapolitik ein. Das ist besonders wichtig, da die Folgen der Erderwärmung das Leben der Menschen und der Natur bedrohen und schon heute zu erkennen sind: Vergleichsweise starke Waldbrände in Deutschland, Australien, Brasilien, Russland, USA etc., längere Dürreperioden, die dazu führen, dass viele Ernten ausfallen, Starkwetterereignisse, die ganze Landstriche verwüsten usw. Diese Naturkatastrophen sind zwar nicht ungewöhnlich, treten aber scheinbar immer stärker auf. Besonders der Wald leidet unter dem Klimawandel. Was genau es damit auf sich hat, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Waldbrand

Was ist eigentlich Klimawandel?

Wie ihr es euch gewiss denken könnt, beschreibt das Wort Klimawandel eine Veränderung des Klimas auf unserer Erde. Über die Jahrmillionen der Erdgeschichte hat sich das Klima schon oft geändert, es gab schon immer natürliche Kälteperioden und eben auch Hitzeperioden. Der Unterschied heute ist, dass diese Klimaveränderung zum großen Teil auf uns Menschen beruht. Einen wichtigen Anteil an der Erderwärmung haben sogenannte Treibhausgase, die sich ebenso wie Sauerstoff und Stickstoff in der Atmosphäre befinden. Diese Gase lassen das Sonnenlicht ungehindert auf die Erde passieren und halten zudem die Wärmestrahlung der Erde in der Atmosphäre. Nur durch diesen Effekt ist Leben auf der Erde möglich. Der Klimawandel kommt allerdings dadurch zustande, dass unsere Zivilisation zu viele dieser Gase, besonders CO², in die Atmosphäre bläst. Deswegen können immer mehr Strahlen auf die Erde treffen und es wird auch immer mehr Wärme auf der Erde gehalten. Durch diesen Prozess erwärmt sich die Erdatmosphäre.

Die Treibhausgase

Es gibt verschiedene Treibhausgase mit verschiedenen Treibhausfaktoren und verschiedene Verweilzeiten in der Atmosphäre. Somit ist CO² zwar das Gas mit dem größten Emissionsanteil, dennoch ist es nicht so gefährlich wie andere Gase. Der Treibhauseffekt von Methan ist 25 mal so hoch wie von CO², Lachgas 298 mal so hoch, Fluorkohlenwasserstoffe 14800 mal so hoch. Wie ihr sehen könnt, ist CO² nicht das gefährlichste Gas. Also warum sollten wir gegen dieses Gas vorgehen? Ganz einfach: Es ist das Gas, was sich am einfachsten aus der Luft filtern lässt.

Mit Bäumen gegen den Klimawandel?

Es gibt zwar bereits technische Möglichkeiten CO² aus der Luft zu filtern, dennoch ist der Wald immer noch die effizienteste Art und Weise, die Atmosphäre von dem Treibhausgas zu befreien. Dabei bindet der Wald das CO² aus der Luft und gibt Sauerstoff wieder. Für Bäume und Pflanzen ist Kohlenstoff (C) besonders wichtig, da sie aus diesem Atom bestehen. Das Abfallprodukt bei dem Prozess der Photosynthese ist Sauerstoff (O²). Jetzt könnte man leicht sagen, dass man sich ja dann keine Sorgen um den Klimawandel machen bräuchte, da der ganze Wald auf der Erde den ja ganz natürlich erledigt. Das ist leider falsch. Der Wald auf unserer Erde wird bedroht, nicht nur von uns Menschen, sondern auch von den Folgen der Erderwärmung. Das Abholzen des Waldes für Plantagen, Bauholz- oder Brennstoffgewinnung und zur Gewinnung von Ackerflächen, um die stetig wachsende Bevölkerung zu ernähren, reduziert die Waldfläche jährlich stark. Jedes Jahr schwindet der Wald um eine Fläche von 3 Millionen Hektar, das der Fläche Belgiens entspricht. Das einzig Positive ist, dass sich das Tempo der Waldverluste verringert hat. Dennoch brauchen wir gerade in den Zeiten der Erderwärmung Bäume, damit der CO²-Pegel in der Atmosphäre gesenkt wird. Das ist durch großflächige Aufforstung möglich, allerdings ist dieses Vorhaben schwierig. Dennoch gibt es ein Start-Up-Unternehmen, welches sich dieser Aufgabe stellen will.

Was ist Click A Tree?

Click A Tree ist ein deutsches Start-Up-Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Menschen eine Möglichkeit zu geben, die Welt aufzuforsten. Vor anderthalb Jahren wurde das Unternehmen von Chris Kaiser gegründet. Die Idee war es, ein Unternehmen zu schaffen, welches diversifizierte Ökosysteme kreiert, welche eines Tages zu Urwäldern werden sollen – das wird allerdings einige hundert Jahre dauern… Das Anbauen dieser Ökosysteme erweitert die Lebensräume gefährdeter Tiere, schafft bezahlte Arbeitsplätze und bremst gleichzeitig noch den Klimawandel. Zwar gab es damals schon Ecosia, eine Suchmaschine, die ihr Kapital in die Aufforstung des Planeten steckt, aber diese Möglichkeit ist nicht so transparent und persönlich, da die gepflanzten Bäume nur als Zahl im Browser erscheinen. Mittlerweile umfasst das Unternehmen fünf Mitarbeiter und die Teams vor Ort, die die Bäume anziehen, pflanzen und pflegen. Click A Tree ist schon in mehreren Ländern aktiv: Ghana, Indien, Indonesien, Madagaskar, Thailand, und Kenia, viele weitere warten. Als nächstes steht auch Deutschland auf der Liste, allerdings hat die Corona- Krise erst einmal den Riegel davorgeschoben.
Interessant ist, wie einfach Firmen nachhaltiger werden können: Durch die Zusammenarbeit mit Click A Tree, wird ein Teil des Geldes, welches eine Firma verdient, in Bäume investiert und neue Bäume können gepflanzt werden. Dabei ist es wichtig, dass sich beide Unternehmen einen Vorteil verschaffen können und die Partnerschaft Sinn macht. Bisher gibt es eine Zusammenarbeit mit Booking.com und Firmen im Bereich der Gastronomie, sowie mit zig weiteren Partnern, wie Best Western, HRS, TripAdvisor, Expedia, aber auch Modefirmen, Beauty-Firmen oder einem Mobilitätsunternehmen.

Arbeiter vor Ort

Wie kann ich selber Bäume pflanzen?

Click A Tree ist ein Amazon für Bäume. Auf der Internetseite des Unternehmens kann man sich über die Angebote informieren. Aktuell gibt es drei Angebote, die sich verschiedenen Regionen der Erde widmen: Bäume für die Meere, Bäume für Elefanten und Bäume für Unternehmer. Im Preis der verschiedenen Baumsorten ist alles enthalten: Die Kosten für die Arbeiter vor Ort, die fair entlohnt werden, die Kosten für den Setzling und die Anzucht und die Kosten für die Pflege des Baumes nach dem Einpflanzen. Wenn ihr euch einen Baum kauft, könnt ihr diesem einen Namen geben und ihr erhaltet ständig Updates, wie es dem Baum geht. Euer gekaufter Baum wird dann Teil eines Ökosystems, das durch verschiedene Baumsorten geschaffen wird.

Ich halte diese Möglichkeit die Welt zu verbessern auf jeden Fall für beachtenswert! Ihr könnt natürlich auch eure eigenen Bäume, z.B. einen Apfelbaum, bei euch im Garten pflanzen: Wie das geht seht, ihr hier.

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