Fridays for Future – Protest ohne realistische Forderungen

Entgegen der allgemeinen Auffassung unter Schülern glaube ich nicht, dass Fridays for Future eine gut aufgestellte Organisation mit sinnvollen Forderungen ist.

Quelle: pixabay.com

Zunächst einmal
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Fridays For Future oder ähnliche Aktionen, ganz im Gegenteil, ich bin völlig davon überzeugt, dass es eine sehr gute Sache ist, sich für Umweltschutz einzusetzen und es Zeit wird, der Politik in dieser Richtung einen neuen Weg zu zeigen.

Die Probleme
Was mich jedoch an Fridays For Future stört sind zwei hauptsächliche Probleme: Zum einen, und grundsätzlich am meisten, die Forderungen der Aktion und zum anderen die “Gründerin” der Bewegung: Greta Thunberg.

Unerreichbare Forderungen
Was die Forderungen betrifft, liegt meine hauptsächliche Kritik darin, dass die Durchsetzung dieser dazu führen würde, dass die einfachen Bürger, noch stärker als jetzt, belastet würden. 

So lautet eine der, meiner Meinung nach völlig übertriebenen und überschätzten, Forderungen: “Eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. Der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen muss schnell so hoch werden wie die Kosten, die dadurch uns und zukünftigen Generationen entstehen. Laut UBA sind das 180€ pro Tonne CO2”. 

Jeder Deutsche verbrauchte im Jahr 2016 8,88 Tonnen CO2 pro Jahr (Quelle: IEA), was dazu führen würde, dass jeder einzelne Deutsche im Laufe des Jahres mit zusätzlichen 1598 Euro belastet werden würde.
Wie dies sozialverträglich gestaltet werden soll, ist laut Friday for Future Sache des Staates: 

“Die Verwirklichung dieser Forderungen muss sozial verträglich gestaltet werden und darf keinesfalls einseitig zu Lasten von Menschen mit geringem Einkommen gehen. Diesbezüglich müssen die Regierungen entsprechende Konzepte vorlegen”.

Nur Schade, dass diese Forderung der CO2-Steuer für die FFF-Bewegung ein Ziel für Ende 2019 ist und sich die Politiker nicht nur mit Umweltfragen beschäftigen müssen, sondern auch andere Dinge zu tun haben. 

Somit frage ich mich, wie es sein kann, eine solche Steuer zu fordern und gleichzeitig von Politikern zu verlangen, dass sie diejenigen sein sollen, die eine Forderung, die nicht einmal von ihnen selbst kommt, “sozial verträglich” zu gestalten. Man sollte, denke ich zumindest, zunächst einmal eine vollkommen durchdachte Forderung aufstellen und sich mit dieser an die Öffentlichkeit begeben, anstatt mit einer unausgereiften Forderung eine grobe Belastung aller Bürger zu verlangen und alle Probleme die damit kommen auf die Politiker abzuschieben. 

Natürlich kann immer noch etwas fehlen, aber eine solch leere Forderung zu stellen wird dem Umweltschutz nichts nützen. Wenn, dann muss zu 100% klar sein, dass das Steuergeld der Bürger auch tatsächlich in den Umweltschutz fließt, wobei eine höhere finanzielle Belastung der einfachen Bürger wohl eher verhindern wird, dass diese umweltbewusster einkaufen werden, weil ihnen am Ende das Geld fehlen wird. 
Aber schon alleine die Vorbereitung für ein solches Projekt (Eine CO2 Steuer) dauert seine Zeit und könnte mit Sicherheit nicht bis Ende 2019 stattfinden, oder in den Augen der Aktivisten, am besten sogar fertiggestellt worden sein. 
Schon gar nicht, ohne Menschen mit geringerem Einkommen zu benachteiligen.

Heuchlerische Aktivisten
Weiter mit dem Thema CO2: Wie kann es miteinander verträglich sein, dass so viele Jugendliche bei den Streiks am Freitag mitmachen, die dann in den Sommerferien mal eben in den Urlaub fliegen oder 600 Kilometer mit dem Auto von Siegen bis nach Frankreich fahren? Wo ist da plötzlich der Umweltschützer-Instinkt? Da könnte man sagen, dass das ja die Schuld der Eltern ist, die den Urlaub gebucht haben, aber sollte man dann nicht auch innerhalb der Familie seinen Standpunkt zeigen und demonstrativ nicht mitfliegen? Man sollte doch denken, dass man dazu steht, wofür man demonstriert, wenn man schon dafür wöchentlich seine Bildung vernachlässigt. Andererseits gibt es auch einige Personen, auch in meinem Bekanntenkreis, die nicht einmal wissen, wofür sie überhaupt zu der Demonstration gehen und welche Forderungen überhaupt gestellt werden.  Diese Leute müssen sich denken: “Freitag frei und was mit Umwelt = Gut”. 

Und dann erstmal zu McDonald’s. 
Kommen wir nun zu einem anderen Kritikpunkt:
Wieso sind die Plätze, auf denen die FFF-Demos abgehalten wurden oft so stark verschmutzt?
Das passt erneut nicht mit dem Umweltschützer-Image zusammen.
Hauptsächlich sind die Demonstrationsrouten mit Zigarettenstummeln und McDonald’s-Tüten verschmutzt (und wir wissen ja alle, wie umweltfreundlich McDonald’s ist). Auch Siegen ist keine Ausnahme, von einigen Bekannten ist mir bereits zu Ohren gekommen, dass die Plätze unglaublich zugemüllt und dreckig sind, nachdem die FFF-Demos stattgefunden haben. 

Insgesamt:
Insgesamt denke ich, dass der Punkt der CO2-Steuer noch einmal ordentlich überarbeitet und zukünftige Vorschläge nicht halb fertig präsentiert werden sollten.
Dies sollte doch möglich sein, da die Aktivisten, wie auf ihrer Website angegeben mit “zahlreichen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen” zusammengearbeitet haben. Somit sollte es ja auch kein Problem darstellen, ordentliche Forderungen aufzustellen. Auch die einfachen Teilnehmer und Demonstranten der FFF-Aktionen sollten sich meiner Meinung nach bessern und nicht nur für Umweltschutz demonstrieren, sondern bei sich anfangen.
Das fängt bei der Müllentsorgung an und geht bis zum Unterlassen des regelmäßigen Fliegens weiter. 

Dies sind meiner Meinung nach nicht die einzigen undurchdachten Elemente der FFF-Bewegung. In einem folgenden Artikel werde ich auf weitere Forderungen und Probleme der Aktion, sowie Greta Thunberg eingehen.
Ich hoffe, dass ich zum Nachdenken anregen konnte und freue mich jederzeit über konstruktives Feedback und andere Meinungen, die ihr unter diesem Artikel in Kommentarform posten könnt.

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